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Der Gerüstbauer

Wissenswertes über den Beruf

 

 
Das "Handwerkswappen" welches von den Gerüstbauern gerne als Koppelschloß getragen wird.
 

Der Gerüstbauer

Der Beruf des Gerüstbauers ist noch nicht sehr alt.
Aber schon seit Jahrtausenden wussten sich die Menschen zu helfen, wenn es darum ging in großen Höhen zu arbeiten.



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Die Meilensteine zum Berufsbild des Gerüstbauers:

1988
Aufnahme der Gerüstbauer-DIN 18451 in Teil C der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) als vollwertige ATV

1991
Ausbildungsberuf als erstes handwerksähnliches Gewerbe

1998
Aufstieg zum Meisterberuf (Vollhandwerk)

2000
Genehmigung der Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk, Inkrafttreten einer nunmehr 3-jährigen Ausbildungsordnung auf Grundlage der Handwerkerordnung und der Meisterprüfungsverordnung

2004
Auch nach Novellierung der HwO bleibt der Gerüstbau Vollhandwerk


 

 
 Gerüstbauer werden immer dann gebraucht, wenn in "schwindelnden" Höhen gebaut oder gearbeitet wird.
 

Standgerüst am Norderneyer Leuchtturm
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Sie bauen unterschiedliche Gerüstarten und Sonderkonstruktionen, wie z. B. bewegliche Arbeitplattformen auf und ab.
Das Einsatzgebiet ist vielseitig: vom Einrüsten von Einfamilienhäusern bis zum Bauen von kompletten Gerüstformen, etwa beim Brückenbau, bei Arbeiten an Hochhäusern, Kirchen und allen möglichen Industriebauwerken.


Hängegerüst am Kölner
Dom
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Arbeitsgerüst am Mainzer
Dom
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Gerüstbauer schaffen solide und sichere Arbeitsvoraussetzungen für andere Gewerke (Handwerks- und andere Betriebe). Schließlich ist für alle die Sicherheit am Arbeitsplatz das oberste Gebot. Die Gefahr, während der Arbeit am Bau abzustürzen darf nicht unterschätzt werden! Der Aufbau von Gerüsten ist daher bei der Errichtung von Bauwerken sogar teilweise gesetzlich vorgeschrieben. Aber Gerüste sind nicht nur wichtig für die Arbeitssicherheit; manche Arbeiten lassen sich ohne Gerüste nur schwer oder gar nicht ausführen. Dabei sind die Anforderungen an ein Gerüst äußerst vielfältig. Jede Einrüstung wird "maßgeschneidert" und optimal an das Bauwerk angepasst. Beim Bau von Fernsehtürmen oder Brücken kommen zum Beispiel besonders große und speziell für diesen Einsatz hergestellte Gerüst-Systeme zum Einsatz.


Die Arbeitsgebiete im Einzelnen:
 

Die Gerüstbauer...

  • bereiten nach genauer Berechnung die Gerüst-Standfläche und den Untergrund vor
  • transportieren und lagern die Gerüstelemente zu den jeweiligen Montageplätzen
  • montieren Holz-, Stahl- oder Aluminiumgerüste auf Baustellen
  • verankern Gerüste am Bauwerkrüsten Gebäudefassaden ein
  • montieren senkrechte Gerüstbäume, Querverbindungen und verankern sie am Bauwerk
  • komplettieren das Gerüst mit Leitern, Treppen und Laufbohlen
  • errichten Schutzgerüste und Schutzvorrichtungen, z.B. für Maurer-, Maler-, Putz- und Dacharbeiten
  • stellen Trägergerüste als Unterbau für Schalungen im Beton- und Stahlbetonbau her, z. B. für den Brücken- und Deckenbau
  • montieren und bedienen fahrbare Gerüste sowie Hebe-Arbeitsbühnen, z. B. für die Flugzeugwartung
  • bauen Bühnen und Tribünen für Veranstaltungen und Feste
  • errichten Wetterschutzhallen, Schutzdächer und Einhausungen (ummanteln das Gerüst mit Planen)
  • setzen Aufzüge, Förder- und Transportmittel (Kräne) ein
  • verwenden verschiedene Maschinen und Werkzeuge für den Gerüstbau
  • bauen die errichteten Gerüste auf und ab
  • führen die Arbeiten anhand von Plänen und Arbeitsaufträgen im Team durch
  • beachten die Sicherheit, den Gesundheitsschutz und den Umweltschutz auf der Baustelle
  • prüfen ihre Arbeit und vermessen das Ergebnis
  • demontieren die Gerüste nach Bauende
  • warten und setzen Gerüstbauteile instand

Die Voraussetzungen zum Erlernen des Berufes

Für den Beruf des Gerüstbauers wird keine spezielle schulische Ausbildung vorausgesetzt.
Bewerber sollten allerdings handwerklich begabt, körperlich belastbar und schwindelfrei sein.
Da Gerüstbauer meist im Freien arbeiten sollten Interessenten auch unempfindlich gegenüber Wettereinflüssen sein.

Die Dauer der Ausbildung
Die Dauer der Ausbildung beträgt drei Jahre, nach dem 2. Ausbildungsjahr erfolgt eine Zwischenprüfung.

Man sollte gewillt sein für seine Ausbildung eine Weite Strecke auf sich zunehmen, da es in ganz Deutschland nur vier Schulen gibt die Gerüstbauer ausbilden.
(Wurzen, Darmstadt, Berlin, Dortmund)

Die Aufstiegschancen
Durch Fort- und Weiterbildung sind möglich:
Gerüstbaumeister/In (Voraussetzung für die Selbständigkeit)
Geprüfte/r Gerüstbaukolonnenführer/In
Techniker/In (auch Bestandteil der Meisterprüfung)
Ausbilder/In (auch Bestandteil der Meisterprüfung)

Durch den Besuch einer Fachschule können weiterführende Berufe erlernt werden:Techniker/In für Betriebswissenschaft
Industriebetriebswirt/In für Bauwirtschaft

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich:Fachrichtung Diplom-Ingenieur/In Bauingenieurwesen

Gerüstbauerlexikon

 

 

Mehr Informationen zum Thema Gerüstbau

Gerüst-
Verwendungs
Zweck
Tragsysteme

Ausführungsart

Teile des
Gerüstes

Gerüstbau
Vertrag
Bildergalerie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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